Champions-League-Verbot für RB Leipzig?

RB Leipzig
RB Leipzig (Foto: © PercyGermany / CC BY-NC-ND 2.0 / via Flickr)

Nächstes Jahr könnten sich RB Leipzig und RB Salzburg gemeinsam für die Champions League qualifizieren. Eigentlich ein Grund zur Freude für die Verantwortlichen. Doch im Red-Bull-Konzern herrscht Nervosität droht doch der Ausschluss eines Teams.

RB Leipzig, das Sensationsteam der Fußball-Bundesliga, ist aktuell Tabellenzweiter, und würde damit in der Saison 2018/19 gemäß UEFA-Rangliste sein Debüt in der Königsklasse geben.

Neben RB Leipzig leistet aber auch Red Bull Salzburg hervorragende Arbeit und wäre aktuell als Tabellenführer der österreichischen Liga ebenfalls zur Teilnahme an der Champions League berechtigt – wenngleich über den Umweg der Qualifikation. Und hier liegt das Problem, denn beide Klubs werden vom selben Hauptsponsor (Red Bull) finanziert. Somit droht, sollten sich Leipzig und RB Salzburg für die Königsklasse qualifizieren, der Ausschluss eines Teams.

Wie die UEFA in ihren Regularien nämlich vorschreibt, können nicht zwei Klubs gleichzeitig in Europa spielen, die vom selben Geldgeber oder von den gleichen Personen gesteuert werden. Doch genau dieser Fall wäre hier gegeben. Red Bull finanziert bekanntlich neben RB Leipzig auch Red Bull Salzburg, bei dem österreichischen Team allerdings mittlerweile nur als Hauptsponsor.

Eine endgültige Entscheidung über die Teilnahmeberechtigung wird aber erst am Ende der Saison gefällt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich die UEFA bereits jetzt mit dem Fall beschäftigt. Wie das österreichische Tageszeitung Salzbuger Nachrichten berichtet, gibt es erste Signale der UEFA, dass „nur ein Klub, der von Red Bull unterstützt wird, in der europäischen Eliteliga spielen darf“.

Leipzig oder Salzburg?

Für den Fall, dass sich beide Teams qualifizieren, würde laut UEFA-Regularien übrigens Salzburg den Vorzug erhalten, weil die Österreicher in der Tabelle besser platziert sind. Da die österreichische Liga aber keinen festen Startplatz in der Königsklasse hat, muss sich der Meister ohnehin, wie oben bereits erwähnt, über die Qualifikation für die Gruppenphase qualifizieren.

Chancen stehen „50:50“

Auf Anfrage der Salzburger Nachrichten äußerten sich deutsche und österreichische Experten mit Kontakten zur UEFA folgendermaßen: „Die Chancen, dass die UEFA beiden Clubs grünes Licht erteilt, stehen 50:50.“