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Schalke: Irritationen mit Choupo-Moting und der FIFA

Gegen Ingolstadt möchte Schalke 04 am Wochenende die Aufholjagd in der Bundesliga starten. Nachdem die Anfangsphase der Saison komplett verschlafen wurde, hofft man nun auf schnelle Erfolgserlebnisse, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte und mit ganz viel Glück auch noch an die internationalen Plätze zu wahren.

Maxim Choupo-Moting
Maxim Choupo-Moting (Foto: © Богдан Заяц / CC BY-SA 3.0 / via Wikimedia Commons)

International haben die Schalker derzeit aber ganz andere Sorgen. Fraglich ist nämlich, ob Angreifer Maxim Choupo-Moting gegen Ingolstadt auflaufen darf oder nicht. Da gibt es für die Königsblauen und Manager Heidel derzeit kein eindeutig grünes Licht.

Hintergrund: Aktuell läuft der Afrika-Cup und Spieler, die von ihren Verbänden für das Turnier nominiert wurden, dürfen eventuell nicht für ihre Vereine spielen, wenn sie die Nominierung ihres Verbandes absagen. Nun ist im Fall von Choupo-Moting noch unsicher, ob er für die Nationalmannschaft Kameruns nominiert worden ist.

Berufung oder Nominierung?

Die Schalker sind sich recht sicher, dass er zwar in den vorläufigen Kader berufen wurde – darüber wurde Schalke auch informiert. Nominiert wurde er letztlich aber nicht, auch Reiseunterlagen hat er wohl nie bekommen. Offen bleibt die Frage, ob die Berufung schon als Nominierung gilt oder eben nicht.

Ähnlich liegt der Fall beim Ex-Schalker Matip, der ebenfalls nicht für sein Heimatland Kamerun beim Afrika-Cup spielt. Er wird von seinem aktuellen Club Liverpool dennoch nicht aufgestellt, da man sich auch in England nicht sicher ist, ob die FIFA dem Auflaufen der Spieler im Verein zustimmen würde.

Bei Schalke hofft man nun darauf, dass es bis zum Freitag einen eindeutigen Entscheid der FIFA gibt, der für alle Beteiligten eine Sicherheit gibt; im Idealfall so, dass Choupo-Moting gegen Ingolstadt auflaufen kann. Die Ingolstädter liegen aktuell auf einem Abstiegsplatz und wollen gegen die Schalker nun direkt die Weichen für einen erfolgreichen Abstiegskampf stellen. Für Schalke könnte der Auftakt in das Fußballjahr 2017 ebenfalls wegweisend sein.

Aubameyang und co.: Die Bundesliga-Stars beim Afrika Cup 2017

Am Wochenende startet in Gabun der Afrika Cup. Einer der Stars in der Elf des Gastgebers ist der Dortmunder Profi Pierre Emerick Aubameyang. Und die Mannschaft darf sich durchaus Chancen ausrechnen, bei diesem Turnier eine bedeutsamere Rolle zu spielen als in den Kontinental-Turnieren der Vergangenheit.

Aubameyang hat bereits 50 Länderspiele für Gabun bestritten; auch beim Turnier zählt er zu den Hoffnungsträgern seiner Mannschaft. Doch es gibt auch weitere Spieler aus der ersten oder zweiten Bundesliga, die für ihr Heimatland bei dem Pendant der EM auf dem afrikanischen Kontinent am Start sind.

So steht zum Beispiel Ihlas Bebou von Fortuna Düsseldorf im Kader von Togo. Nabil Bentaleb, der in dieser Saison bei Schalke 04 schon das eine oder andere Ausrufezeichen setzen konnte, ist für Tunesien am Start, Salomon Kalou von Hertha BSC startet für die Elfenbeinküste. Jacques Zoua von Kaiserslautern und Edgar Salli vom 1. FC Nürnberg sind für Kamerun dabei.

Marcel Tisserand von Ingolstadt ist im Kader vom Kongo, Sambou Yatabare von Bremen in dem von Mali und Schalkes Nachwuchsmann Tekpetey in dem von Ghana. Er wird vom Mannschaftskollegen Baba begleitet. Aziz Bouhaddouz vom FC St. Pauli spielt für Marokko im großen Turnier.

Finale am 5. Februar

Der Afrika-Cup beginnt am kommenden Samstag. In vier Vierergruppen starten die Teams im Titelkampf. Das Finale wird am 5. Februar ausgetragen. Titelverteidiger Elfenbeinküste zählt auch in diesem Jahr wieder zu den Favoriten, ebenso wie Senegal und Gastgeber Gabun. Auch von den nordafrikanischen Mannschaften, zum Beispiel von Tunesien, darf man wahrscheinlich einiges erwarten.