Champions League-Vorschau: Paris Saint-Germain vor frühem Aus

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Champions League (Foto: © (Mick Baker)rooster / CC BY-ND 2.0 / via Flickr)

Es ist das Top-Duell der laufenden Champions-League-Saison. Der zweifache Titelverteidiger Real Madrid trifft auf Paris Saint-Germain, den womöglich größten Aspiranten auf den diesjährigen Titel. Das Hinspiel des Achtelfinal-Krachers gewannen die Königlichen unter anderem dank ihrer personifizierten Lebensversicherung Cristiano Ronaldo. Reicht das auch fürs Rückspiel?

Für viele Fans ist es bereits so etwas wie das vorzeitige Finale der laufenden Champions-League-Saison. Real Madrid, das im letzten Jahr als erstem Team überhaupt die Titelverteidigung des wichtigsten Vereinswettbewerbs im Fußball gelang, steht dem Star-Ensemble aus Paris gegenüber. Das bedeutet auch, dass Weltfußballer Cristiano Ronaldo auf den 222-Millionen-Mann Neymar trifft. Im Hinspiel gewannen die Königlichen souverän mit 3:1 gegen PSG – und das, obwohl ihre Formkurve im Vorfeld nach unten zeigte. War das schon die Vorentscheidung im brisanten Duell der vielleicht besten Teams aus Europa?

Das spricht für PSG

Wer im letzten Jahr aufmerksam die Champions League verfolgt hat, weiß, dass man sich bei nahezu keinem Hinspiel-Ergebnis sicher sein kann, ob es tatsächlich fürs Weiterkommen reicht. Noch besser dürften das die PSG-Spieler selbst wissen. Vor genau einem verspielten sie – ebenfalls im Achtelfinale – im mittlerweile legendären Rückspiel gegen Barcelona einen 4:0 Vorsprung aus dem ersten Aufeinandertreffen. Daraus dürfte Paris gelernt haben und Mut für den eigenen Auftritt vor heimischen Publikum schöpfen. Im besten Fall reichen ihnen dafür schon zwei Tore.

Dass das Team um den Wundersturm Neymar, Cavani und Mbappé immer zu Treffern gut ist, bewies der Millionen-Angriff bereits in der Vorrunde. Da überbot PSG nämlich die Bestmarke der meisten Treffer von Borussia Dortmund aus dem Vorjahr. Den Parisern gelangen in sechs Spielen unglaubliche 25 Tore, das bedeutet über vier Tore pro Spiel. Am eigenen Leib bekamen das auch die Bayern zu spüren, die im Prinzenpark mit 0:3 unter die Räder kamen.

Real Madrid im Aufwind

Allerdings befindet sich derzeit auch Real Madrid im Aufschwung. Das Team von Trainer Zinédine Zidane kommt nach einem holprigen Saisonstart und einer schwachen Hinrunde in der Liga immer besser in Fahrt. Und die Königlichen wären nicht die Königlichen, wenn sie auch nach zwei CL-Titeln in Folge keinen unbedingten Siegeswillen mehr hätten. Das bewies im Hinspiel allen voran Cristiano Ronaldo, der in den entscheidenden Momenten zur Stelle war und mit zwei Treffern maßgeblich zum Erfolg beitrug. Nachdem der Portugiese in der Vorrunde als erster Profi überhaupt in jeder Begegnung mindestens einmal traf, distanzierte er Erzrivale Lionel Messi auch deutlich im Ranking der ewigen Torschützenliste der UEFA Champions League.

Duell der Superlative

Neben sportlichen Aspekten duellieren sich beide Teams auch aus wirtschaftlicher Sicht auf höchster Ebene. Während Real Madrids Kader unglaubliche 859 Millionen Euro wert ist und somit der zweitteuerste aller Vereine ist, folgt Paris mit 757 Millionen Euro auf Platz zwei. Analysten vom Portal Interwetten haben anhand dieser Grundlage für alle Achtelfinalteilnehmer errechnet, wie viel Geld sie im Schnitt pro Punkt bezahlten. Mit jeweils knapp 40 Millionen Euro pro erreichtem Punkt rangieren die beiden Klubs dabei auf Rang 5 und 6.