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Bundesliga: Vorschau auf den 22. Spieltag

Den Auftakt zum 22. Spieltag machen am Freitag Abend der VfL Wolfsburg und Werder Bremen. Wolfsburg könnte sich mit einem Sieg weiter von Bremen und damit von den Abstiegsrängen abgrenzen. Werder wiederum benötigt im Abstiegskampf dringend drei Punkte, mit denen man dann mit Wolfsburg gleichziehen könnte.

Am Samstag geht es weiter mit der Partie Bayern München gegen Hamburger SV. Der HSV steckt in einer ähnlichen Lage wie Werder Bremen, wird es gegen den Tabellenführer aber entsprechend schwer haben. Nachdem Bayer Leverkusen während der Woche in der Champions League die Grenzen aufgezeigt bekam, geht es in der Bundesliga nun gegen Mainz 05. Mit einem Sieg könnte Leverkusen den Anschluss an die internationalen Plätze halten.

Schlusslicht Darmstadt empfängt Augsburg und braucht schon einen Sieg, um ein kleines Fünkchen Hoffnung im Abstiegskampf aufrecht zu erhalten. Freiburg ist Gastgeber in der Partie gegen Borussia Dortmund – Dortmund braucht einen Sieg, um weiterhin die Champions League Plätze im Visier zu halten. Der Tabellenzweite Leipzig hat sich zuletzt ein wenig schwächer präsentiert – ob das am Karnevalswochenende gegen den 1. FC Köln anders wird, wird sich zeigen.

Am Sonntag geht es weiter mit der Partie Hertha BSC Berlin gegen Eintracht Frankfurt – ein Spiel der Tabellennachbarn auf Augenhöhe.: Wer gewinnt, wird danach in der Tabelle vor dem anderen stehen. Ingolstadt wird einen Sieg brauchen, um den Abstiegsplatz zu verlassen. Ob das gegen die Borussia aus Mönchengladbach nach deren fulminanten Sieg in der Europa League gelingen wird, ist allerdings fraglich. Der 22. Spieltag wird mit der Partie Schalke 04 gegen TSG Hoffenheim beendet. Schalke braucht den Sieg, um die internationalen Plätze halbwegs im Auge behalten zu können. Hoffenheim braucht den Sieg, um einen CL-Platz erreichen zu können.

Champions-League-Verbot für RB Leipzig?

Nächstes Jahr könnten sich RB Leipzig und RB Salzburg gemeinsam für die Champions League qualifizieren. Eigentlich ein Grund zur Freude für die Verantwortlichen. Doch im Red-Bull-Konzern herrscht Nervosität droht doch der Ausschluss eines Teams.

RB Leipzig, das Sensationsteam der Fußball-Bundesliga, ist aktuell Tabellenzweiter, und würde damit in der Saison 2018/19 gemäß UEFA-Rangliste sein Debüt in der Königsklasse geben.

Neben RB Leipzig leistet aber auch Red Bull Salzburg hervorragende Arbeit und wäre aktuell als Tabellenführer der österreichischen Liga ebenfalls zur Teilnahme an der Champions League berechtigt – wenngleich über den Umweg der Qualifikation. Und hier liegt das Problem, denn beide Klubs werden vom selben Hauptsponsor (Red Bull) finanziert. Somit droht, sollten sich Leipzig und RB Salzburg für die Königsklasse qualifizieren, der Ausschluss eines Teams.

Wie die UEFA in ihren Regularien nämlich vorschreibt, können nicht zwei Klubs gleichzeitig in Europa spielen, die vom selben Geldgeber oder von den gleichen Personen gesteuert werden. Doch genau dieser Fall wäre hier gegeben. Red Bull finanziert bekanntlich neben RB Leipzig auch Red Bull Salzburg, bei dem österreichischen Team allerdings mittlerweile nur als Hauptsponsor.

Eine endgültige Entscheidung über die Teilnahmeberechtigung wird aber erst am Ende der Saison gefällt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich die UEFA bereits jetzt mit dem Fall beschäftigt. Wie das österreichische Tageszeitung Salzbuger Nachrichten berichtet, gibt es erste Signale der UEFA, dass „nur ein Klub, der von Red Bull unterstützt wird, in der europäischen Eliteliga spielen darf“.

Leipzig oder Salzburg?

Für den Fall, dass sich beide Teams qualifizieren, würde laut UEFA-Regularien übrigens Salzburg den Vorzug erhalten, weil die Österreicher in der Tabelle besser platziert sind. Da die österreichische Liga aber keinen festen Startplatz in der Königsklasse hat, muss sich der Meister ohnehin, wie oben bereits erwähnt, über die Qualifikation für die Gruppenphase qualifizieren.

Chancen stehen „50:50“

Auf Anfrage der Salzburger Nachrichten äußerten sich deutsche und österreichische Experten mit Kontakten zur UEFA folgendermaßen: „Die Chancen, dass die UEFA beiden Clubs grünes Licht erteilt, stehen 50:50.“

Bundesliga: Vorschau auf den 21. Spieltag

In der Woche waren wieder mehrere Teams international unterwegs, am Wochenende geht es weiter in der Bundesliga. Den Auftakt machen am Freitag Abend Augsburg und Leverkusen. Die Bayer-Elf muss erst in der nächsten Woche in der Champions League ran und ist auch auf nominell stärker einzuschätzen als dem Gastgeber Augsburg. Gelingt diesem jedoch ein Sieg, so kann er in der Tabelle mit Leverkusen gleichziehen.

Dortmund und Bayern mussten in der Woche in der Champions League antreten. Beide müssen auch wieder am Samstag ran. Dortmund darf als Gastgeber gegen Wolfsburg gewarnt sein – immerhin gelang es den Wölfen in der letzten Woche, Hoffenheim die erst zweite Saisonniederlage beizubringen.

Bayern reist zu Hertha BSC Berlin. Während Bayern die Tabellenführung weiter ausbauen kann, geht es bei den Berlinern darum, den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Das gilt auch für die TSG Hoffenheim, die gegen Schlusslicht Darmstadt antritt und durch den Darmstädter Sieg gegen Dortmund in der Vorwoche gewarnt sein dürfte.

Ebenfalls am Samstag spielt Mainz gegen Bremen. Mainz ist im soliden Mittelfeld; Bremen kann als Tabellen-16. davon derzeit nur träumen. Das gilt auch für den derzeitigen 17., das Team aus Ingolstadt, das gegen den Tabellendritten Frankfurt ran muss.

Am Sonntag sind dann die Mannschaften am Start, die in der Woche noch in der Europa League unterwegs waren: Borussia Mönchengladbach ist nach der Niederlage gegen Florenz Gastgeber gegen Leipzig und es wird sich zeigen, ob Leipzig weiterhin die Puste ausgeht. Außerdem spielt Schalke 04 nach den Siegen gegen Athen und Berlin in der Vorwoche beim 1. FC Köln. Der Spieltag wird vervollständigt durch das Aufeinandertreffen vom wiedererstarkten HSV gegen den SC Freiburg.

RB Leipzig steht vor drei wegweisenden Spielen

Wer hätte das vor der Saison gedacht: Wenn am Samstag RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt spielt, dann handelt es sich hierbei um das Spitzenspiel an diesem Spieltag. Immerhin trifft der Zweite der Tabelle auf den Vierten der Tabelle.

Es wird spannend zu beobachten sein, wie Leipzig das letzte Bundesligaspiel 2016 weggesteckt haben. Da spielte man gegen Bayern München und bekam klar die Grenzen aufgezeigt. Die Bayern gewannen auf beeindruckende Weise mit 3:0.

Bei Leipzig ist man sich sicher, dass diese Niederlage nicht dazu führt, dass das Selbstbewusstsein angekratzt ist. Man fühlt sich eher noch hungriger, da man gespürt habe, was alles noch fehle, um wirklich vorne mitzuspielen. Und man nimmt dem Aufsteiger Leipzig durchaus ab, dass er sehr gewillt ist, die Lücken zu schließen, die man noch im Dezember so schmerzhaft aufgezeigt bekam. Auch mit dem vorhergesagten Einbruch scheint man bei RB gut umgehen zu können. Immerhin wurde der auch schon nach fünf und nach zehn Spieltagen voraus gesagt.

Frankfurt, Hoffenheim und BVB

Eintracht Frankfurt kommt als Gegner und Gradmesser vermutlich genau richtig. Treten die Frankfurter gegen Leipzig so stark an, wie sie in der gesamten Hinrunde angetreten sind, dann wird das für Leipzig kein Spaziergang. An den darauf folgenden Spieltagen warten mit Hoffenheim und Borussia Dortmund zudem noch der derzeit Fünfte und Sechste der Liga – ebenfalls keine leichten Gegner. Sind die Leipziger in diesen Spielen erfolgreich, dann wissen sie aber auch, dass sie weiterhin der Bayern-Jäger Nummer eins in der Liga sein können – unabhängig davon, wie das direkte Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister endete.

Die kommenden drei Bundesligapartien von RB Leipzig:

17. Spieltag (21.01.2017, 18:30): RB Leipzig – Eintracht Frankfurt
18. Spieltag (28.01.2017, 15:30): RB Leipzig – 1899 Hoffenheim
19. Spieltag (04.02.2017, 18:30): Borussia Dortmund – RB Leipzig

Borussia Dortmund: Verletzungssorgen und Hoffen auf Reus

Zuletzt plagten Marco Reus von Borussia Dortmund muskuläre Probleme. Im letzten Test vor dem Bundesliga-Start im Jahr 2017 gewannen die Borussen deutlich beim SC Paderborn. Das Erfreuliche: Marco Reus konnte dabei auflaufen und erzielte auch einen Treffer.

Weniger erfreulich: Sven Bender musste angeschlagen vom Feld und es ist fraglich, ob er bei Werder Bremen am Samstag auflaufen kann. Aber der Reihe nach: Gegen Paderborn starteten sowohl Reus als auch Mario Götze. Viele Verletzte oder Angeschlagene waren jedoch nicht dabei. Und diese Liste ist derzeit lang bei Borussia Dortmund: Sokratis, Dembelé, Bürki, Rode, Subotic, Sahin. Sie fehlten gegen Paderborn. Und gegen Bremen werden sie wohl auch fehlen. Auf eine Rückkehr von Ramos muss man ohnehin nicht mehr hoffen; bei ihm steht der Wechsel nach Granada kurz bevor.

6:1 im letzten Testspiel

Immerhin: So imposant die Liste der Verletzten bei Borussia Dortmund, so imposant lesen sich noch immer die Namen derjenigen, die auf dem Platz stehen: Neben Reus und Götze waren gegen Paderborn auch Schürrle, Castro, Weigl, Schmelzer, Piszczek oder eben Bender dabei. Und so gewann Dortmund das Spiel gegen Paderborn am Ende deutlich mit 6:1.

Spielpraxis sammeln

In der ersten Hälfte konnte der Drittligist die Partie noch halbwegs offen gestalten. In der zweiten Hälfte waren die Dortmunder dann aber einfach zu stark. Paderborn wechselte dabei elf Mal; Dortmund acht Mal. Somit erhielt bei den Borussen wohl jeder Spieler, der am Samstag potenziell gegen Bremen auflaufen kann, Spielpraxis.

Ob Bender dabei sein wird, ist jedoch sehr fraglich: Das Sprunggelenk scheint arg in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Er wurde direkt nach dem Spiel im Krankenhaus behandelt. Die lange Liste der Verletzten beim BVB wird damit einfach nicht kürzer. Da hat auch die Winterpause kaum geholfen.

Nach dem Weggang von Julian Draxler: Plant Wolfsburg den Neuanfang?

Gewann 2009 zum ersten und einzigen Mal die Bundesliga: Der VfL Wolfsburg (Foto: gerdxx / CC BY-NC-ND 2.0 / via Creative Commons)

Irgendwie hat sich der Wechsel von Julian Draxler zum VfL Wolfsburg als Missverständnis entwickelt. In einzelnen Partien konnte der Nationalspieler zwar sein Potenzial abrufen, blieb aber zu oft hinter seinen Möglichkeiten. Nun spielt der Ex-Schalker im Starensemble von Paris und es scheint, als plane Wolfsburg kaum weniger als den Neuanfang.

Schon kurz vor Weihnachten wurde der Mittelfeldspieler Bazoer von Ajax Amsterdam für zwölf Millionen Euro verpflichtet. In der Winterpause sicherten sich die Wölfe dann auch noch die Dienste von einem der begehrtesten Mittelfeldspieler der Bundesliga: Yunus Malli wechselte für 12,5 Millionen Euro von Mainz 05 zu Wolfsburg. Mainz verliert damit einen seiner besten Spieler der Hinrunde, für die Wölfe könnte Malli eine echte Bereicherung darstellen.

Das gilt auch für Paul-Georges Ntep. Der Stürmer kommt von Stades Rennes zu Wolfsburg und kostet fünf Millionen Euro. Er gilt als pfeilschnell und soll vor allem über die linke Seite für Unruhe bei den Gegnern sorgen. Auf der linken Seite schließt er nun vielleicht die Lücke, die Draxler hinterlassen hat.

Ntep noch nicht topfit

Zünglein an der Waage dürfte bei der Verpflichtung von Ntep, der auch von Clubs aus England angefragt wurde, der französische Wolfsburg-Trainer Ismael gespielt haben. Ob es sich für die Wölfe auszahlt, den schnellen und dribbelstarken Spieler zu holen, wird sich noch zeigen: Nach einer schweren Verletzung und OP am Schienbein im vergangenen Jahr, gilt Ntep noch immer nicht als topfit – daher auch die vergleichsweise niedrige Ablösesumme.

Seinen Kritikern hält der Franzose 15 Partien in der aktuellen Saison entgegen. Ntep gilt ebenso wie Malli als ein Spieler, der für den Neuanfang bei Wolfsburg stehen könnte. Der erscheint zwingend notwendig: Nach 16 Spielen überwintern die Wölfe auf dem 13. Tabellenplatz und damit weit hinter den eigenen Erwartungen.

Bundesliga: Vorschau auf den 13. Spieltag

Am Freitag kann Bayern München in der Tabelle wieder mit RB Leipzig gleichziehen und die Position des Spitzenreiters in der Tabelle zurückerobern. Zumindest bis zum Samstag Abend wäre der Rekordmeister dann wieder die Nummer 1.

Bayern München eröffnet den 13. Spieltag in der Bundesliga am Freitag Abend mit einem Gastspiel bei Mainz 05. Gewinnen die Bayern, haben sie die gleiche Anzahl an Punkten wie RB Leipzig und ziehen aufgrund des besseren Torverhältnisses in der Tabelle an dem Aufsteiger vorbei. Leipzig trifft am Samstag auf das derzeit starke Schalke 04 (9.), das das Feld in der Bundesliga von hinten aufrollt und nach fünf Niederlagen zum Saisonstart nun seit zwölf Spielen in Folge ungeschlagen ist. Bei Leipzig gegen Schalke treffen die aktuellen Mannschaften der Stunde aufeinander.

Und sonst? Am Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Borussias in Dortmund. Sowohl der BvB (8.) als auch die Gladbacher (13.) bleiben derzeit hinter ihren Erwartungen zurück, nachdem sich beide in der Vorsaison noch für die Champions League qualifizieren konnten. Auch Leverkusen spielt noch nicht das, was man eigentlich erwartet und trifft als Tabellenneunter auf den Zehnten aus Freiburg. Der Tabellendritte Hertha BSC Berlin reist zu derzeit schwachen Wolfsburgern (14.)

Falls man am 13. Spieltag schon vom Abstiegskampf reden kann, dann kommt es beim Spiel Bremen (16.) gegen Ingolstadt (17.) zu so einer spannenden Partie. Beim Duell der Tabellennachbarn Hoffenheim (6.) gegen Köln (5.) geht es darum, wem es gelingt, den Anschluss an die Spitzenplätze zu halten.

Samstag Abend spielt dann Leipzig gegen Schalke, ehe am Sonntag noch die Partien Darmstadt (15.) gegen den HSV (18.) – ebenfalls Kategorie Abstiegskampf – und Augsburg (12.) gegen Eintracht Frankfurt (4.) anstehen.

Bundesliga: Vorschau auf den 12. Spieltag

Ein ungewohntes Bild: RB Leipzig führt die Tabelle in der Bundesliga an und hat einen Vorsprung von drei Punkten auf Bayern München. Und am Freitag Abend können die Leipziger diesen Vorsprung zumindest zeitweilig weiter ausbauen. Im Norden kommt es zum Derby zwischen dem HSV und Werder Bremen – ein Duell der Kellerkinder.

Aber der Reihe nach: Am Freitag ist Leipzig zu Gast beim SC Freiburg. Mit einem Sieg würde Leipzig die Bayern unter Druck setzen und selbst bei einem Unentschieden würden sie nach dem Spieltag in jedem Fall weiter die Tabellenführung inne haben. Bayern München wird sicher versuchen hartnäckig zu bleiben, befindet sich aktuell aber in einem Loch. Bayer Leverkusen ist da am Samstag sicher kein leichter Gegner.

Von Tabellenplatz drei bis Tabellenplatz sieben sind alle Teams derzeit punktgleich. Zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt kommt es zu einem direkten Vergleich auf Augenhöhe. Wer diese Partie gewinnt, behält den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Von den weiter oben platzierten Teams empfängt der 1. FC Köln den FC Augsburg (12. Tabellenplatz); Hoffenheim – in dieser Saison noch ohne Niederlage – reist zum Gastspiel nach Gladbach (13.) und Hertha BSC Berlin spielt am Sonntag gegen Mainz 05 (8.), das nur vier Punkte hinter den Berlinern liegt.

In den unteren Regionen der Tabelle kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen Wolfsburg (14.) und Ingolstadt (17.). Schalke (11.) hat weiterhin eine tolle wettbewerbsübrgereifende Serie und empfängt Darmstadt (15.).

Das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen wird dann besonders brisant. Beide Teams brauchen dringend drei Punkte, um sich im Tabellenkeller ein wenig Luft zu verschaffen. Der HSV (18.) konnte in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen und auch Bremen (16.) steht mit sieben Punkten aus elf Spielen auch nur vier Zähler vor dem Nachbar aus dem Norden.

RB Leipzig ist aktuell das Team mit der längsten Siegesserie in Europa

RB Leipzig ist in dieser Saison nicht zu stoppen. Nach dem 2:3-Auswärtssieg über Bayer Leverkusen am Freitagabend ist die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl als einziges Bundesliga-Team nach elf Spieltagen weiterhin ungeschlagen und wird (mindestens) bis Samstag 18:30 Uhr an der Spitze der Bundesliga-Tabelle bleiben (dann kommt es zwischen Borussia Dortmund und Bayern München zum „deutschen Clásico“ im Signal Iduna Park).

Längste Siegesserie in Europa

RB Leipzig, das erst vor sieben Jahre gegründet wurde, kann damit nun endgültig zum Sensationsteam der Saison 2016/17 erklärt werden – und das nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa. Denn RB Leipzig ist aktuell das Team mit der längsten Siegesserie in den fünf Top-Ligen Europas. Der 2:3-Sieg über Leverkusen heute war der sechste in Folge. Kein anderes Team aus der Premier League, Serie A, Primera División oder Ligue 1 kann derzeit so eine Bilanz aufweisen.

Bayer verspielt zwei Führungen

Dabei legte Gastgeber in der BayArena einen furiosen Start hin. Kampl brachte die Werkself mit 1:0 in Führung, als gerade mal eine Minute absolviert war. Doch die Antwort der Gäste aus Leipzig folgte nur wenige Minuten später, wenngleich hier Leverkusen unfreiwillig mithalf, denn Baumgartlinger traf per Eigentor zum 1:1. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte dann Leverkusen durch Brandt auf 2:1. Leipzig blieb jedoch im Spiel, unter anderem, weil Calhanoglu mit einem verschossenen Elfmeter die Chance zur Vorentscheidung vergab. Forsberg traf in der 67. Minute zum 2:2. In der 81. Minute drehte Orban schließlich die Partie per Kopfballtor und beförderte die „Roten Bullen“ auf Rang eins.

Neuer Bundesliga-Rekord

Durch den Auswärtssieg ist der Aufsteiger in den ersten elf Saisonspielen ohne Niederlage geblieben. Das war bis heute keinem anderen Aufsteiger gelungen was ein neuer Bundesliga-Rekord bedeutet. Zudem ist Leipzig der erste ostdeutsche Bundesliga-Spitzenreiter seit Hansa Rostock im Jahr 1991.

Bundesliga: Vorschau auf den 10. Spieltag

Neun Spiele sind in der aktuellen Saison der Bundesliga gespielt und es lassen sich bereits ersten Tendenzen erkennen: Bayern München bleibt das Maß aller Dinge, wenn auch gefühlt weniger souverän als in den letzten Spielzeiten. Die gute Saison von Hertha BSC Berlin im Vorjahr war wohl keine Eintagsfliege, die Aufsteiger Leipzig und Freiburg wissen mehr als zu gefallen und der HSV hat es zum wiederholten Male schwer, in der Liga Schritt zu halten.

Aber der Reihe nach: Zum Auftakt des zehnten Spieltages in der Bundesliga ist Hertha BSC Berlin am Freitag Abend Gastgeber gegen Borussia Mönchengladbach. Mit einem Sieg könnte die Hertha auf dem dritten Tabellenplatz übernachten; Gladbach würde ein Sieg helfen, um den Anschluss an die internationalen Plätze zu wahren.

Am Samstag geht es weiter mit dem Spitzenspiel Bayern München (Tabellenerster) gegen TSG Hoffenheim (Tabellendritter). Beide Teams trennen aktuell vier Punkte – Hoffenheim könnte mit einem Sieg in Tuchfühlung zum Rekordmeister gehen. Weiter geht’s mit Leverkusen gegen Darmstadt. Bayer (10.) braucht drei Punkte, um sich aus dem Mittelfeld weiter nach oben zu orientieren; Darmstadt (14.) braucht sie ebenso, um nicht tiefer nach unten zu rutschen. Ingolstadt (17.) gegen Augsburg (13.) ist so etwas wie ein Derby. Ingolstadt hat aktuell erst zwei Zähler und ist auf jeden Punkt angewiesen, während Augsburg aufpassen muss, den Anschluss an das solide Mittelfeld nicht zu verlieren.

Der Tabellenletzte Hamburg empfängt die verletzungsgeplagten Borussen aus Dortmund (6.), die in der laufenden Spielzeit weniger souverän agieren als noch in der letzten Saison. Auch Wolfsburg bleibt derzeit weit hinter den Erwartungen zurück. Der Drittletzte der Tabelle muss beim Aufsteiger Freiburg ran – derzeit Achter.

Frankfurt (7.) ist am Samstag Abend Gastgeber gegen den 1. FC Köln (4.). Mit einem Sieg könnte Frankfurt mit den Kölnern gleichziehen und beide Teams würden sich im oberen Tabellendrittel etablieren. Am Sonntag ist Aufsteiger und Tabellenzweiter Leipzig Gastgeber gegen Mainz (9.). Den Spieltag beendet Schalke (12.) mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen (15.). Die Tendenz der Schalker zeigt wettbewerbsübergreifend nach oben; Bremen braucht aber dringend drei Punkte, um nicht im Tabellenkeller fest zu stecken.