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EM-Qualifikation: Die Ergebnisse

In der Deutschland-Gruppe D der EM-Qualifikation hat unter anderem Polen einen starken Dämpfer akzeptieren müssen. Am 5. Spieltag reichte es für den ehemaligen Gastgeber der EM im Jahr 2012 nicht ganz aus. Trotz der Führung von 1:1 (1:0) konnte das Ergebnis erhalten werden, weil in der Nachspielzeit Shane Long einen Ausgleich in der 90.+2 Minute erreichen konnte. Slawomir Pezko vom 1.FC Köln hatte Polen in der 26. Minute in Führung bringen können.

Weitere Ergebnisse

In der Halbzeit zu der Qualifikation führt Polen aktuell 11 Punkte und kann nur einen Punkt vor Deutschland gefunden werden. Auch Schottland ist mit zehn Punkten vertreten. Irland ist Vierter mit acht Punkten. In der EM-Qualifikationsgruppe I hat Portugal den obersten Platz der Tabelle angenommen. Die Mannschaft von Christiano Ronaldo konnte am Sonntag in Lissabon gegen Serbien 2:1 gewinnen und liegt mit neun Punkten vor Dänemark.

Gruppe F

In der Gruppe F konnte Ungarn in Budapest zu einem 0:0 gegen Griechenland sicherstellen. Der Ex-Europameister ist mit zwei Punkten aus fünf Spielen auf dem letzten Platz der Gruppe zu finden. Ungarn liegt mit acht Punkten auf dem dritten Platz hinter Nordirland und Rumänien. Rumänien konnte gegen die Färöer zu einem 1:0 kommen. Nordirland hatte hingegen gegen Finnland mit 2:1 gewonnen. Das nächste Spiel für Deutschland wird am 13.06. abgehalten. Hier wird Deutschlnad auf Gibraltar treffen, was möglicherweise direkt eine Reise zur WM möglich machen könnte. Am gleichen Tag müssen Irland gegen Schottland, Polen gegen Georgien antreten.

DFB-Pokal: Warum scheiden so viele Bundesligisten in der ersten Runde aus?

„Der Pokal hat seine eigenen Regeln“, diesen Satz hört man von vielen Experten vor einem wichtigen DFB-Pokalspiel. Und tatsächlich: In den letzten Jahren stieg die Zahl der rausgeworfenen Bundesligisten von 20 auf 35 Prozent. Doch warum verabschieden sich in letzter Zeit immer mehr Mannschaften aus dem Oberhaus in der ersten Pokal-Runde?

HSV Opfer von „eigenen Gesetzten“?

Es sind die vielen kleine Dinge, welche im Pokal ständig auffallen. Beispiel gefällig? Die Drittliga-Mannschaft vom VFL Osnabrück führte 2:0 gegen den HSV. Eigentlich war das Ding gelaufen – bis die Hamburger fast aus dem nichts das Spiel drehten und sogar mit 3:2 in Führung gingen. Kurz vor Abpfiff ergriff Osnabrück noch einmal die Initiative und erzielte den Ausgleich. Das Spiel ging in die Verlängerung, ehe Osnabrück im Elfmeterschießen den HSV aus dem Turnier warf.

Gleiches Bild vor einigen Jahren in München. Zwar nicht bei den Bayern, dafür aber für 1860 München. Die Jungs führten 2:0 gegen Hertha BSC Berlin. Im letzten Drittel der Partie stand es plötzlich 2:2, erstere kippte beinahe zugunsten der Berliner. Doch dann trat eine weitere goldene Fußballregel in Kraft: Mannschaften, die vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnten, müssen auch das fünfte verlieren.

Gesagt, getan! In der Verlängerung vielen keine Tore und die „kleinen“ 1860er schmissen die alte Dame aus Berlin heraus.

VFB Stuttgarter beweist Gegenteil

Es ist ein Graus. Aber diese wortwörtliche „Erkältung“, bei der niemand ob und wann sie überhaupt kommt – kann auch umgangen werden. So der VfB Stuttgart im Spiel gegen das Team aus Lübeck (4. Liga). Die Schwaben liegen bis zur 83 Minute mit 0:1 hinten. Fast das gesamte Spiel sah es so aus, als würde sich auf dem Rasen nicht mehr viel tun. Trainer Babbel wechselte Schieber und Khedira zwei Goalgetter ein. Beide trafen am besagten Abend und katapultierten Stuttgart in die zweite Runde.

Vielleicht hat der DFB-Pokal ja doch nicht seine eigenen Gesetzte. Jedenfalls gibt es unzählige Beispiele welche die Pro- und Kontraseite bestücken. Eine Tatsache hat sich jedoch immer bewahrheitet: Wer schlecht spielt, verliert auf kurz oder lang auch das Spiel. Egal aus welcher Liga.

Bild: Flickr / funky1opti

Pyrotechnik ist kein Verbrechen oder doch?

Heute findet ein Gastartikel seinen Weg in den Fussball90 Blog. Ein sehr guter Freund schreibt ab und zu mal Artikel zu verschiedenen Themen aus der Fußballwelt. Heute widmet er sich der Pyrotechnik. Vielen Dank an dieser Stelle an Jochen.S!

Bengalische Feuer, Rauchbomben und andere Feuerwerkskörper finden immer häufiger den Weg in  deutsche Fußballarenen. Vor allem in den Gästeblöcken der Republik kann man regelmäßig das Hinaufsteigen von Qualmmassen beobachten.

Manch einem geht beim Anblick der brennenden Leuchtkörper das Herz auf, andere fürchten sich davor und sehen sogar ein Risiko für die Gesundheit. Ob dieses Risiko berechtigt ist, darf bezweifelt werden. Dieser Bericht soll aber vor allem andere wichtige Fragen beantworten und zur Diskussion einladen.

Bundesweites Stadionverbot

Sollte das kontrollierte Abbrennen von Feuerwerkskörpern erlaubt werden oder ist es wie so oft der Reiz des Verbotenen was die Pyrotechnik hierzulande so populär werden lässt? Fakt ist, dass DFL und DFB nicht einen Gedanken daran verschwenden das Verbot aufzuheben. Im Gegenteil: Es werden immer härtere Strafen ausgesprochen. So muss man für das „Abbrennen von Pyrotechnik“ mit einem bundesweiten Stadionverbot rechnen. Damit wird dies vom DFB genau so stark bestraft, wie zum Beispiel: Diebstahl, Körperverletzung oder rechtsradikale und rassistische Handlungen.
Diese Tatsache bringt so manchen Fußballfanatiker zur Weißglut. Sie sehen die Strafen als übertrieben an und kritisieren die Begründungen der offiziellen Stellen.

Der Deutsche Fußballbund und die Deutsche Fußballliga verweisen immer wieder auf ein erhöhtes Verletzungsrisiko für alle Zuschauer und lassen daher erst gar keine Diskussion über eine Legalisierung aufkommen. Doch ist das Verbrennen von Handfackeln und anderer Pyro wirklich so gefährlich?

Im Jahre 2010 gab es beim torlosen Unentschieden zwischen dem VFL Bochum und dem 1. FC Nürnberg, sechs (teilweise schwer) verletzte Zuschauer nach einem Feuerwerk im Gästeblock. Ein sehr schlimmes Ereignis, welches auf die Unachtsamkeit der Nürnberger „Feuerteufel“ zurückzuführen ist. Wenn man allerdings die Anzahl der Pyroaktionen der letzten Jahre mit den Verletzten vergleicht, bleibt nicht mehr als ein sehr überschaubares Risiko.

So oder so ähnlich sehen es auch die zahlreichen Pyrobefürworter. Das Team von Pyrotechnik-Legalisieren macht sich stark, um einen sicheren Umgang mit Bengalischen Feuern etc. in die Stadien zu bekommen. Auf der Homepage schreiben sie: „ Denn aus Angst vor Bestrafung werden Bengalische Feuer teilweise vermummt und eingeengt zwischen vielen Fans sofort nach dem Zünden auf den Boden oder in scheinbar freie Bereiche geworfen, das erhöhte Gefahrenpotential gegenüber einem kontrollierten und legalisierten Abbrennen in der Hand ist offensichtlich.“ Deswegen bemühen sie sich um „Schaffung von Rahmenbedingungen für legales Abbrennen von Pyrotechnik in unseren Kurven“ und „Eigenverantwortung für Fanszenen und Vereine“.

Wie überwältigend die Begeisterung über die Pyrotechnik ist, kann man auch sehr deutlich bei Facebook sehen.

Die Gruppe „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“  hat mittlerweile über 82.000 „Gefällt mir-“ Angaben.
Aber nicht nur einfache Fußballfans scheinen den Anblick von Rauchbomben und Bengalos zu genießen. Auch einige Profis haben sich schon mit diesem Thema befasst.

Kevin Großkreuz vom frisch gebackenen Doublegewinner Borussia Dortmund sagte in einem Interview mit der „Sport-Bild“: „Mein Vorschlag: Lasst Bengalos doch einmal im Monat zu – ganz offiziell, in Absprache mit dem Verein.“ Zwar nicht ganz freiwillig gab auch Deutschlands Nationalspieler Lukas Podolski eine Stellungnahme ab. Nach dem 2:0 Auswärtssieg des 1,. FC Köln in Hoffenheim tanzte Poldi mit freiem Oberkörper und einer rießigen Fahne vor den Kölner Anhängern. Der Aufdruck war der häufig erwähnte Satz „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ Später sagte er aber zum Express: „Ich dachte, das sei eine FC-Fahne. Ich habe nicht gesehen, was drauf steht…“

Jeder Fußballfreund hat sicher eine eigene Meinung zu diesem Thema. Dass bei Deutschlands beliebtester Sportart, die Pyrotechnik in nächster Zeit verschwindet, scheint sehr unwahrscheinlich.

Mit Spannung darf erwartet werden, wie der DFB weiterhin darauf reagieren wird. Muss man mit noch härteren Strafen rechnen oder versucht man mit der Legalisierung ein sicheres Abbrennen zu garantieren?